Was die Aussage solcher Bilder angeht, sind wahrscheinlich die meisten unter uns zunächst befangen. Aus einer relativ kleinen Bildfläche wird uns ein Riesenraum eröffnet, der Assoziationen in uns wachrufen lässt. die bis ins Religiös-Überirdische hineindenken lassen.

Willy Widmann, Stuttgart, Galerist, 1976


In der Abhebung von Schlemmer, aber auch von de Chirico wird darüber hinaus noch etwas weiteres deutlich - und erst damit dringen wir, meine ich, zum Eigentümlichen des Weiss´schen Werkes vor: die bei Schlemmer bedeutungsvoll verwendete Perspektive wird bei Weiss zur kosmischen Raumperspektive radikalisiert und sie gewinnt zugleich Symbolfunktion für die Dimension Zeit!
Dies halte ich für das Entscheidende. Was es weder bei Schlemmer noch bei Cherico gibt, daß nämlich die Dreidimensionalilät des Raumes in ihrer perspektivischen Gerichtetheit Weltzeit symbolisiert, das macht die kosmischen Landschaften von Weiss zu
eschatologischen, zu entzeitlichen Landschaften.

Prof. Dr. Phil. H. Krämer, Professor für Philosophie, Tübingen, 1977


Indem Weiss vor die Fluchtpunkte seiner Arbeiten kulturgeschichtliches Bildpersonal reiht, erringt er ein Kontinuum von Vergangenheit und Zukunft in einer nicht näher fixierbaren Zeitlichkeit. So vereint er in einer Gebärde Beobachtung, Tradition und Vision und stellt sich in die Reihe der wichtigen Vertreter eschatologischer Landschaft.

Prof. Dr. Helge Bathelt, Kunsthistoriker, Herrenberg, 1983


Mit der „ Abendländischen Vision" ist Ladislaus weiss jedenfalls ein Bild von grandioser Endzeitlichkeit gelungen: Endzeitlichkeit unserer Gegenwart, möglicher Weise aber nur von
einer neuen Zukunft - ein Bild, das forschende Einblicke hinter seine aus Leinwand und Öl bestehende Oberfläche verlangt.

Dr. Ulrich Köppen, Grafenau, 1986, Buchautor, Publizist und Redakteur


Ladislaus Weiss prägte eine neue Stilrichtung, visionärer Realismus, eschatologische (endzeitliche ) Landschaften.
Seine Bilder sind eine Vision einer ganz neuen Zeitepoche („Endzeitepoche").
Dem Sinne und dem Stil entsprechend, ganz anders betrachtet.
Ein neuer Weg und die Vision eines großen „Aufbruchs" ins neue „Weltzeitalter",
ins neue „Dasein", ins neue „Hiersein"

Galerie International Christa Kröll, Sindelfingen Dez. 2006


In den zentralperspektivisch aufgebauten Landschaften von Weiss laufen alle Linien auf einen imaginären Planeten zu. In diesen entgrenzten Landschaften eingestellt sind monumental aufragende Gegenstände. Sie sind sachlich präzise und bestechend
scharf geschildert. Die Gegenstände übernehmen die Funktion von Mahnmalen.
Der Zeit entrückt und in ein unbestimmtes Licht eingetaucht, verkünden ´sie ihre immerwährende Botschaft, nämlich, das wir in eine endzeitliche Epoche leben, in der
laut Weiss moralische Wertmaßstäbe und kulturelles Bewußtsein unterzugehen drohen.
Weiss versteht seine Bilder als Methapern für diesen Zustand. Er hält seine Bilden
den Betrachtern entgegen, ohne jedoch den moralischen Zeigefinger zu heben.
Weiss bezeichnet diese Landschaften als "Endzeitliche Landschaften"

Dr. Eva Marina Froitzheim (Kunsthistorikerin) Stadt Böblingen, Amt für Kultur 2008



E T H N O L O G I S C H E   S I C H E R U N G

Man wird nicht sagen können, dass Weiss sich mit seinen eschatologischen Landschaften in eine Art von privater Mystik zurückziehe. Weiss strebe danach, Visionen symbolhaltige Bilder umzusetzen, er bemüht sich aber zugleich um präzise Auswertung zur
Ortsbestimmung der Gegenwart und zu ihrem Zukunfstbezug. Sein Anliegen ist im Medium der Bildkunst eine Reflextion der Epoche als einer geschichtlichen Größe zu leisten, wie sie im Bereich der Wortkunst, der Philosophie und auch der Wissenschaft mit anderen, begrifflichen Mittel schon vollzogen worden ist. Weiss ist ein pictor doctus, ein gelehrter und lernfähiger Maler, der in den Klassiken der Geschichts- und Kulturphilosophie wohl bewandert ist.

Prof. Dr. Phil. Hans Krämer, Professor für Philosophie, Tübingen, 1977

Most of us do probably have a hard time comprehending the meaning of such paintings.
out of a relatively small space we are let into a giant dimension recaling patterns
within us to be thought over into the religions and the supernatural.

Willy Widmann, Stuttgart, Galerist, 1976


Differentiating from schlemmer, and also from de chirico another thing becomes evident - getting to the peculiarity of the weiss works the meaning - laden perspective that schlemmer vitilize is being transformed into cosmic space perspective in weiss `case and gains a symbolical function for the dimension of time ! that's whati consider the urucial point - what cannot be found with schlemmer vor the de chirico the three dimensionality of space symbolizes
world time in its perspectival linearity - and makes the weiss cosmic landscapes eschatological end - of - timely landscapes

Prof. Dr. Phil. H. Krämer, Professor für Philosophie, Tübingen, 1977



Bay eding culturel - historical image personnel in front of his vanishing points of his work, weiss obtains a continuum of past and present in a timeliness not to be pinned down properly. so he unites in a gesture study tradition and vision ans joins the short list of important representatives of eschatological landscape.

Prof. Dr. Helge Bathelt, Kunsthistoriker, Herrenberg, 1983



With the „occidental vision" ladislaus weiss has succeeded in creating a painting of end - of - timely grandeur - end of time of our present, possibly just before a nem future, a work of art that demands probing insights behind his surface of canuas and oil.

Dr. Ulrich Köppen, Grafenau, 1986, Buchautor, Publizist und Redakteur



Ladislaus Weiss has forged a new style:
visionary realism, eschatological landscapes. His paintings are a vision of an emtrely new era - of the end of time.
according to sense and style - viewed differently.
a new way and the vision of a big depature into a new era of the world,
into a new being, into a new being there.

galerie international christa kröll, sindelfingen dez. 2006


At the central perspective built-on landscapes from Weiss all lines go to an imaginary planet.
In this landscapes without bordes are monumental towering matters. They are objective specific and impressively exact characterized. The matters take over the function of memorials.
Engrossed of time and dipped in an indefinite kind of light, they announce their everlasting message, even, that we live in an apocalyptic age, in which ethical measure of value and culturally awareness threaten to go down, so said Mr. Weiss.
Mr. Weiss realized his pictures as metaphor for this situation. He holds up his pictures against the viewers, but without to hold up the ethical forefinger. Weiss characterizes this landscapes as
"Apocalyptic landscapes".

Dr. Eva Marina Froitzheim (Art historian) Town Stuttgart-Böblingen Department of Arts 2008



E T H N O L O G I C A L S A F E G U A R D I N G

One cannot say that weiss retrats to some kind of a private mystilism with his escatological landscape. weiss strives to transform vision into symbol - laden paintings but at the same time provides prelise evaluation of a position determination regattoind present and its reference to the future. his concern for the medium of art is a reflection of the epoch as an historical factor - line it has been done in the field of literature, philosophy and also science with other means of
terms. weiss is a pictor doctus, a learned and adaptive painter, well - versed in the essentiacs of historical and cultural philosophy.

Prof. Dr. Phil. Hans Krämer, Professor für Philosophie, Tübingen, 1977